Wie du zeigst, dass du Expertin oder Experte auf deinem Gebiet bist

Franz Grieser // Januar 9 // 0 Comments

Als Trainer, Coachin, Therapeut oder Beraterin sind wir dann auf Dauer erfolgreich, wenn unsere Zielgruppe uns als Experte/Expertin wahrnimmt. Und wenn unsere Angebote einen Nerv bei unserem Publikum treffen. Natürlich gehören noch andere Aspekte dazu wie Sichtbarkeit, Vernetzung, Größe der Zielgruppe, Bedarf etc.

Hier soll es aber nur darum gehen, wie du mithilfe von Content-Marketing deine Expertise zeigst.

Expertise zeigen: verschiedene Content-Ideen

Deine Expertise kannst du auf verschiedenen Plattformen zeigen:

  • auf deinem Blog bzw. Deiner Website,
  • auf Business-Plattformen wie LinkedIn (als Beitrag oder Artikel),
  • als Gastbeitrag auf einem fremden Blog,
  • als Beitrag in einem Print- oder Online-Magazin,
  • als Beitrag, den du über eine PR-Plattform interessierten Medien zur Verfügung stellst (in der Hoffnung, dass sie ihn veröffentlichen),
  • als Beitrag in einem Werk, das jemand anderes herausgibt,
  • und nicht zuletzt in einem eigenen Buch.

Zu den verschiedenen Veröffentlichungswegen schreibe ich in späteren Beiträgen mehr. Heute soll es darum gehen, welche verschiedenen Arten von Content du nutzen kannst, um dich mit deinem Fachwissen zu präsentieren:

  1. Anleitungen: Wie tue ich/Wie erreiche ich ..., Schritt für Schritt.
  2. Erkenntnisse: Was habe ich erlebt, als ich ...? Was habe gelernt?
  3. Unterscheidung/USP: Wieso tu ich das, was ich tue, anders als die anderen?
  4. Analyse: Wieso ist ... geschehen? Wie ist es dazu gekommen? Was können wir daraus lernen?
  5. Storytelling: Geschichte, selbst erlebte oder von anderen, können inspirieren - oder auch vor Fallen warnen. Sie können einen Text auflockern, und sie eignen sich gut als Einstieg in ein Thema.
  6. Ressourcen: Welche Tools, Tipps, Dienstleistungen/Dienstleister etc. kann ich empfehlen?
  7. Ausblick: Wie wird es in meiner Branche weitergehen? Wie wird es in 5 Jahren sein, in 10, in 20?
  8. Interviews: Zum Beispiel mit einer Expertin, die sich auf ein Gebiet spezialisiert hat, das an deines angrenzt oder sich zum Teil damit überschneidet. Damit stellst du deiner Zielgruppe Input zur Verfügung, den du nicht liefern könntest. Und du steigerst auch deine Sichtbarkeit, denn die andere Expertin wird im Normalfall auf das Interview bei dir verlinken.
Experte Expertise Buch Content-Ideen

Ein Beispiel: KI-Tools wie ChatGPT

Nehmen wir das aktuelle Thema KI-Texter wie ChatGPT, NeuroWriter etc. Wie könnten Beiträge dazu aussehen, wenn du als Content-Produzent oder auch als Marketing-Beraterin zeigen willst, dass du dich mit dem Thema auskennst:

  1. Anleitungen: Wie nutze ich ChatGPT für die Themenfindung? Wie lasse ich von dem KI-Tool eine Gliederung für Blogbeiträge erstellen?
  2. Erkenntnisse: Was sind meine Erfahrungen mit ChatGPT (oder einem anderen Tool)?
  3. Unterscheidung/USP: Wie hilft mir das KI-Tool, brauchbare Ideen schneller zu finden als herkömmliche Ideenfindungsmethoden wie Brainstorming?
    Oder: Wie kann ich mir vom KI-Tool den Schema-Markup-Code für wichtige Blogbeiträge und Webseiten automatisiert erzeugen lassen, ohne programmieren zu müssen?
  4. Analyse: Wo sind die Stärken, wo die Grenzen von KI-Tools?
  5. Storytelling: Als Einstieg zum Beispiel eine Anekdote, wie du einen von einem KI-Tool erstellten Text vorgelegt und der ihn gelobt hat. Oder einen von einer KI produzierten Textausschnitt, der zeigt, wie wenig brauchbar die Texte derzeit noch sind.
  6. Ressourcen: Welche KI-Tools gibt es, wie sind die Kosten, Nutzungsbedingungen ...?
    Oder: Die 10 wichtigsten ChatGPT-Anweisungen, die ich für Ideenfindung und Artikelschreiben nutze.
  7. Ausblick: Wie werden die KI-Tools meine Branche in den nächsten Jahren verändern? Wie kann ich weiterhin als Texterin erfolgreich sein?
  8. Ein Interview mit einem Bekannten, der mithilfe von KI Rohfassungen von Pressemitteilungen anfertigen lässt: Welche Erfahrungen hat er gemacht, welche Tipps hat er?

Wichtiger Hinweis

Beschränke dich für einen Blogbeitrag oder einen Beitrag in einem Magazin auf eine Content-Art, beispielsweise eine Schritt-für-Schritt-Anleitung oder eine Sammlung kurzer Tipps oder Tool-Empfehlungen. Ein Mix verschiedener Content-Arten (zum Beispiel Anleitung plus Analyse) ist aus Lesersicht nicht so günstig. Denn Leser erwarten das, was die Überschrift verspricht - und wenn du in der Überschrift eine Anleitung ankündigst („In 6 Schritten zum ...“ oder „Wie du ... erreichst“), dann sind die Leser irritiert, wenn du zusätzlich auch noch eine Analyse lieferst. Schreib dann lieber zwei unterschiedliche Beiträge.

Sonderfall: dein Expertise-Buch

Während du dich in einem Blogbeitrag oder einem Artikel für ein Fachmagazin nur eine Content-Art beschränken solltest, kannst du, wenn du ein Buch schreibst, aus dem Vollen schöpfen. Du kannst Analysen, Erfahrungsberichte, Anleitungen und weitere Textarten (Geschichten, Interviews) kombinieren. Und natürlich darfst du auch Beiträge aus deinem Blog im Buch verwenden (Beiträge, die du auf fremden Plattformen, etwa in einem Print-Magazin, veröffentlicht hast, darfst du nicht ohne Weiteres auch in deinem Buch veröffentlichen - dazu brauchst du normalerweise die Erlaubnis des Magazins).

Umgekehrt kannst du Auszüge aus dem Buch auf deiner Website oder in Social Media wiederverwerten.

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Bildquelle

Das Titelfoto stammt von John Schnobrich, das Foto mit dem Mikro von der CoWomen-Community in Berlin (beide via Unsplash).

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