Elmore Leonards 10 Regeln des Schreibens

Selbst wenn Sie den Namen des amerikanischen Krimiautors Elmore Leonard nicht kennen: Von den Hollywoodfilmen „Out of Sight“ (mit George Clooney und Jennifer Lopez), „Schnappt Shorty“ (mit John Travolta) oder „Jackie Brown“ (von Quentin Trantino) haben Sie sicher schon gehört. Die Romanvorlagen zu den Filmen stammen von Leonard.

Leonards Geschichten sind witzig geschrieben, leben von grandiosen Dialogen und finden immer wieder überraschende Wendungen.

10 Rules of Writing

Vor etlichen Jahren hat Leonard für die Reihe „Writers on Writing“ in der New York Times zehn „Rules of Writing“ zusammengestellt, die sich jeder Schriftsteller an den Bildschirm pinnen sollte und an die er oder sie sich – bitte – halten sollte. Zu finden ist der leider nur in Englisch vorliegende Artikel hier.

Die 10 Regeln übersetzt (im NY-Artikel sind sie witzig erläutert):

1. Fangen Sie ein Buch nie mit dem Wetter an.
2. Vermeiden Sie Prologe.
3. Verwenden Sie nie ein anderes Verb als „sagen“, wenn Sie Dialog schreiben.
4. Verwenden Sie nie ein Adverb, um „sagte“ zu modifizieren.
5. Seien Sie sparsam mit Ausrufezeichen.
6. Schreiben Sie nie „plötzlich“ oder „Die Hölle ist ausgebrochen“.
7. Setzen Sie Dialekt sparsam ein.
8. Vermeiden Sie detaillierte Beschreibungen der Personen.
9. Beschreiben Sie Orte und Dinge nicht zu detailliert.
10. Lassen Sie die Teile weg, die die Leser ohnehin überspringen.

Leonards Zusammenfassung: „Wenn es wie geschrieben klingt, schreibe ich es neu.“

Gedruckt

„Elmore Leonard‘s 10 Rules of Writing“ sind übrigens auch gedruckt erschienen. Hübsch illustriert gibt es die Regeln in einem 96-Seiten-Buch für 11 Euro (ISBN 978-0061451461) – ein schönes Geschenk für Schriftstellerkollegen und ambitionierte Schreiber.