Archiv der Kategorie: Aufschieberitis

Arbeitsjournal und Wochenrückblick

Wie ich mit drei Aktivitäten jeden Arbeitstag fokussiert starte und abschließe

Ganz egal, ob du eh schon lange als Einzelkämpfer*in arbeitest oder erst seit der Pandemie viel im Home Office auf dich allein gestellt bist, wahrscheinlich kennst du das:

  • Du bist nach dem Arbeitstag erschöpft,
  • fragst dich aber oft, wo die Zeit geblieben ist
  • und wieso ein Teil der wichtigen Aufgaben doch wieder liegen geblieben ist.
  • Du hast das Gefühl, ständig zu werkeln – und bist doch mehr oder weniger unzufrieden, weil alles nur schleichend voran geht (wenn überhaupt).

Das läuft schief

Wenn es dir so geht wie mir früher und vielen Solo-Selbstständigen oder Angestellten, mit denen ich zu tun haben, dann liegt das wahrscheinlich daran: Weiterlesen

Pomodoro konzentriert schreiben dranbleiben

Wie dir diese simple Methode hilft, konzentriert zu schreiben und dranzubleiben

Wenn du beim Schreiben hängst und nicht weiter weißt, kann es helfen, aufzustehen, aus dem Schreibtisch und raus in die frische Luft zu gehen. Das bringt Körper und Geist in Bewegung – und löst meist die Blockade.

Das heißt aber nun nicht, dass du immer sofort aufspringen solltest, wenn du gerade mal hängen bleibst. Das wäre zwar gut für die Gesundheit, aber das, was du schreiben willst, wird so nie fertig.

Wie also schaffst du es, auch bei einer Durststrecke dranzubleiben, ohne gleich vom Schreibtisch zu flüchten? Weiterlesen

Kontinuierlich vorwärts kommen - Prozess statt Ergebnis

Fokus auf den Prozess: So kommst Du bei Deinen Schreibvorhaben kontinuierlich weiter

Manuela und Richard haben sich ganz zielstrebig ans Schreiben ihrer Bücher gemacht. Manuela hatte sich die Wochenenden für ihr Sachbuch geblockt und wollte pro Wochenende ein ganzes bzw. ein halbes Kapitel schreiben. Richard hat ausgerechnet, dass er für seinen Science-Fiction-Roman 500 Wörter am Tag schreiben muss, um nach einem halben Jahr die erste Fassung fertig zu haben (der Roman soll 300 Seiten umfassen, 500 Wörter entsprechen zwei Normseiten, und wenn Richard an 6 Tagen pro Woche schreibt, ist er nach 25 Wochen fertig).

Soweit der Plan

Der nur leider in beiden Fällen nicht funktioniert hat (sonst würde ich hier nicht darüber schreiben). Weiterlesen

Hochstapler-Syndrom: Wenn keiner merken darf, dass Sie Fehler machen

Die amerikanische Schriftstellerin und Dichterin Maya Angelou (1928 bis 2014) soll einmal gesagt haben: „Ich habe elf Bücher geschrieben. Aber jedes Mal denke ich ‘Ohoh, jetzt werden sie’s rausfinden. Ich habe sie alle getäuscht, und sie werden mir auf die Schliche kommen.’“

Ein klassischer Fall von Hochstapler-Syndrom (korrekter wäre der Begriff Hochstapler-Phänomen – mehr zu den Begriffen am Ende des Beitrags).

Häufig schätzen Menschen, die sich für Hochstapler halten, ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungen falsch ein. Sie denken, dass ihre Erfolge nur aus Zufall oder Glück oder durch Fleiß oder Manipulation zustande gekommen sind. Zusätzlich haben sie ständig Angst, jemand könnte bemerken, dass sie allen nur etwas vorgemacht haben und gar nicht so intelligent oder begabt sind. Kurz: Es könnte herauskommen, dass sie im Grunde Hochstapler, Betrüger oder Blender sind. Ihre Angst ist es, aufzufliegen und wie der Kaiser im Märchen ohne Kleider da zu stehen.

Woran erkennt man das Hochstapler-Syndrom?

Betroffene zeigen eins oder mehrere der folgenden Symptome: Weiterlesen

Wie Sie den inneren Kritiker konstruktiv für das Schreiben nutzen

Der innere Kritiker oder die innere Kritikerin ist eine innere Stimme, die meist
gefühlt irgendwo im Hinterkopf, auf der Schulter oder im Nacken sitzt. Diese
Stimme wird vor allem dann aktiv, wenn wir etwas tun, was uns wichtig ist. Wenn
wir etwas Kreatives tun. Wenn wir etwas tun, was uns fordert.

Diese Stimme heißt nicht zufälligerweise innerer Kritiker. Sie kritisiert, was
wir tun und wie wir es tun. Und diese Stimme kann richtig heftig werden und uns
im Extremfall beschimpfen, beleidigen, zur Schnecke machen. Weiterlesen

Wieso Sie den inneren Kritiker nicht loswerden oder besiegen können

Wenn es um das innere Team oder innere Anteile geht, ist kaum ein Anteil so unbeliebt wie der innere Kritiker (der natürlich auch eine innere Kritikerin sein kann).

Der innere Kritiker ist eine innere Stimme, die alles kritisiert, was wir tun. Oder die nörgelt oder uns – im Extremfall – richtig üble Beschimpfungen um die Ohren haut. Viele Schreibende kennen diesen inneren Kritiker, der ihnen einflüstert, dass sie doch gar nicht schreiben können, dass sie nichts zu sagen haben, dass man das doch so nicht schreiben kann …

Im Coaching oder auch in Gesprächen höre ich von Betroffenen immer wieder den Wunsch, diesen nervigen/lästigen/störenden Anteil loswerden zu wollen.

So verständlich der Wunsch ist: Das wird nicht klappen.

Der innere Kritiker ist ein Teil von uns

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Prokrastinations-Schreibprojekt

Wieso ich immer mindestens ein Prokrastinations-Schreibprojekt habe

Seit Herbst arbeite ich in meiner Freizeit an einem Roman. Ich habe dazu meinen Arbeitstag umgestellt und fange morgens (für mich gefühlt noch in der Nacht) mit dem Roman an. So habe ich um 9 oder 9:30 Uhr schon etwas geschafft, was mir wichtig ist – um diese Zeit habe ich früher erst so langsam mit dem Arbeiten begonnen, jetzt bin ich frisch, angeregt und stolz auf mich.

Allerdings bin ich nicht jeden Morgen gleich motiviert. Da der Roman ein Lust-Projekt ist, möchte ich mich nicht dazu zwingen oder überwinden, am Roman zu arbeiten. Umgekehrt funktioniert es (für mich) auch nicht, nur dann daran zu schreiben, wenn ich darauf Lust habe und mich die Muse küsst. Die küsst ja bekanntlich nicht den, der auf sie wartet.

Deshalb habe ich seit einigen Wochen zwei Prokrastinations-Schreibprojekte (inspiriert vom Konzept des produktiven Prokrastinierens). Das eine ist eine längere Erzählung, an der ich weiterarbeite, wenn es beim Roman nicht fließt. Das zweite ist eine Idee, bei der noch nicht klar ist, was daraus werden wird.

Drei Projekte parallel – das mag erst einmal nach einem guten Plan aussehen, wie ich mich erfolgreich verzetteln kann. Ist es aber nicht. Nur so habe ich wirklich Wahlmöglichkeiten. Bei nur zwei Optionen (Roman und Erzählung) „muss“ ich, wenn es mit dem Roman nicht klappt, die Erzählung nehmen – das fühlt sich an wie in einen sauren Apfel beißen. Bei drei Optionen stellt sich dieses Gefühl nicht ein. Da habe ich immer das Gefühl, mich entscheiden zu können. Und nicht selten picke ich mir dann doch den Roman heraus, und dann läuft es auch.

 

Das Titelfoto ist von Depositphotos lizensiert.

Keine Angst mehr vor dem leeren Blatt: Wie du schnell (zurück) in den Schreibfluss kommst

Ein leeres Blatt oder der weiße Bildschirm ist für viele eine große Hürde beim Schreiben. Sie wissen nicht, wo und wie sie anfangen sollen. Sie unternehmen zig Anläufe, schreiben etwas, sind unzufrieden damit und löschen das Geschriebene sofort wieder. Und mit jeder Viertelstunde, die sie unproduktiv verbringen, sinken die Stimmung und das Selbstvertrauen.

DGSL Lernkongress In einem Workshop auf dem Online-Lernkongress der DGSL* zeige ich zwei Methoden, mit denen Sie sofort (wieder) in den Schreibfluss kommen. Dazu tricksen wir den inneren Kritiker – oder wer auch immer blockiert – auf vergnügliche Weise aus. Beide Methoden probieren wir gleich im Workshop aus.

Der Lernkongress findet am 5. Juni 2021 von 9 bis 17 Uhr statt, die Teilnahme kostet 95 Euro (65 Euro für DGSL-Mitglieder). Es gibt eine Reihe – wie ich finde – höchst spannender Workshops etwa zu kreativen Webinar-Methoden, zu Lernvideos, Gedächtnistricks, Impro-Tools und mehr. Die Workshops dauern jeweils eine Stunde.

* Die DGSL ist die Deutsche Gesellschaft für suggestopädisches Lehren und Lernen.

Interview mit Zamyat Klein zu meinem Workshop

In diesem Interview erzähle ich ein wenig über den Workshop „Nie mehr Angst vor dem leeren Blatt“.